Fünf Fragen an: Selfapy

Selfapy health startup

Das Startup Selfapy ist eines der vielen Health Startups, die Mitglied bei Get Started sind. Das junge Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Menschen mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen zu helfen – und bietet dabei seinen Kunden eine bezahlbare und zugänglichere Alternative zum Psychiater oder Therapeuten. Wie das funktioniert und wie sie zu dieser Idee gekommen sind, beantworten sie uns in unserer Reihe „Fünf Fragen an“:

Was macht Euer Startup?

Selfapy ist ein junges Unternehmen aus Berlin, welches moderne Technologie, langjährige Klinikerfahrung und psychotherapeutische Ansätze zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens verbindet. Es ist unser Ziel Menschen mit Depressionen, Angststörungen, Burnout und Essstörungen schnelle und professionelle Hilfe zu ermöglichen. Hierzu bieten wir 3-6-monatige Online-Therapiekurse an, die Betroffenen mit Hilfe von Videos, Texten und Übungen die Strategien der kognitiven Verhaltenstherapie beibringen. Bei Bedarf werden Nutzer während der Bearbeitung der Kurse durch wöchentliche Gespräche per Telefon oder Chat von einem persönlichen Psychologen begleitet. Selfapys Therapieprogramme werden bereits von einigen Krankenkassen übernommen.

Welches Problem löst Ihr mit Eurem Produkt?

Selfapy health startupObwohl knapp 9 Millionen Menschen in Deutschland an einer psychischen Erkrankung, wie Depression, Angst, Burnout oder Essstörung, leiden, ist die Versorgungslage nach wie vor unzureichend. So erhalten aufgrund von langen Wartezeiten auf einen Psychotherapieplatz, sowie strukturellen Engpässen aktuell nur 40% der Betroffenen eine angemessene Therapie. Die unzureichende Versorgung führt zu hohen Kosten für das deutsche Gesundheitssystem. So belaufen sich die direkten Behandlungskosten von psychischen Erkrankungen aktuell auf rund 28,7 Mrd. Euro jährlich. Zudem ergaben sich im Jahr 2015 87,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen, welche weitere jährliche Kosten von knapp 10 Mrd. Euro verursachen.

Worin bestand die Motivation des Gründerteams?

Wir sind selbst Psychologinnen, und sehen es als unsere Mission, mit Selfapys Online Therapien die Versorgungssituation für Millionen von Menschen mit psychischen Störungen zu verbessern. Im Gegensatz zu der durchschnittlichen Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz von 3-6 Monate haben Betroffene bei Selfapy die Möglichkeit, sofort und ortsunabhängig wirksame Hilfe zu erhalten. Zudem ist es unser Anspruch, jeden Nutzer persönlich zu betreuen und eine individuelle Belgeitung zu ermöglichen. Daher bieten wir die Möglichkeit an, dass jeder Nutzer von einem persönlichen Psychologen betreut wird und arbeiten im Hintergrund an einem Therapiealgorithmus, welcher die Therapieinhalte individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers anpasst.

Selfapy health startup

Welche Technologien kommen zum Einsatz?

Aktuell ist unser Programm über jegliche technologischen Endgeräte verfügbar. Zudem arbeiten wir im Hintergrund sowohl an einer begleitenden App, sowie an einem selbstlernenden Algorithmus, der die Online Kurse basierend auf Nutzerdaten optimal auf die individuelle Situation & Symptomatik des Nutzers anpasst. Hierbei soll eine störungsübergreifende Therapie entstehen, welche individuelle Bedürfnisse sowie Komorbiditäten berücksichtigt.

Welche Rolle spielt. bzw. was leistet Eure Lösung für den Alltag der Ärzte?

Hausärzte und Gynäkologen empfehlen unsere Programme oft, wenn sie merken, dass psychologische oder psychosomatische Symptome bei Ihren Patienten vorherrschen, aber dem Patienten aufgrund von Wartezeiten oder strukturellen Probleme kein Psychotherapieplatz zur Verfügung steht.

Psychotherapeuten können Ihren Patienten unser reines Online Programm parallel zur Verfügung stellen. Hierbei können Sie auch den Verlauf der Symptomatik Ihrer Patienten über unser Programm verfolgen.

 

 

 

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